Entwurf eines BMF-Schreibens zur LiFo-Methode

Das BMF hat den Entwurf eines Schreibens zur Bewertung des Vorratsvermögens mittels LiFo-Methode vorgelegt. Bei der Bewertung des Vorratsvermögen nach der LiFo-Methode wird unterstellt, dass die Waren, die zuletzt angeschafft oder hergestellt worden sind („last in“), auch zuerst verbraucht werden („first out“).

Nach dem Entwurf des BMF sollen LiFo nur gelten für Waren, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die am Bilanzstichtag jeweils mengenmäßig vollständig erfasst sein müssen.

Die LiFo-Methode muss zwar nicht mit der tatsächlichen Verbrauchsfolge übereinstimmen. Allerdings darf sie bei weniger als ein Jahr haltbaren Waren nicht angewendet werden, weil dies dem betrieblichen Ablauf widersprechen würde.

Das Bewertungswahlrecht kann für verschiedene Bewertungsgruppen unterschiedlich ausgeübt werden und auch unabhängig von dem handelsbilanziellen Wahlrecht des § 256 Satz 1 HGB und unabhängig von einer Einzelbewertung nach IFRS ausgeübt werden.

Die LiFo-Methode muss nach Ansicht des BMF zu einer Bewertungsvereinfachung führen. Deshalb soll sie bei der Bewertung von Handelsware unzulässig sein, wenn die individuellen Anschaffungskosten durch EDV ohne weiteres ermittelt werden können.

Ist aber ein weiterer Aufwand erforderlich wie z. B. die Zuordnung anteiliger Anschaffungsnebenkosten oder weitere Programmierungsschritte, ist die LiFo-Methode zulässig. In jedem Fall ist sie bei ver- oder bearbeiteten Erzeugnissen zulässig.

Den Entwurf eines BMF-Schreibens zur LiFo-Methode finden Sie in der NWB-Datenbank.

Hinweis: Dieser Artikel ist vom 24.11.2014. Bitte achten Sie darauf, dass Informationen zu der genannten Thematik bereits überholt sein könnten.

NWB Rechnungswesen - BBK
bpo 2015:Rechnungswesen

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